Daumen hoch für RWL

RWL legt sich drei Ostereier ins eigene Nest

DIESES TEAM BRAUCHT SEINE STADT!

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Punkte bleiben wieder nicht am Nattenberg.

Die RWL-Erste hat sich am Ostermontag drei Eier ins eigene Nest gelegt und das Heimspiel gegen den FC Altenhof völlig unnötig, am Ende aber nicht unverdient mit 2:3 (1:2) verloren.

Dem Traumstart nach noch nicht einmal 120 Sekunden – als der stark aufspielende A-Jugendliche Lukas Finke nach einer Freistoßflanke von Matthias Urbas und einem Fehler von Altenhofs Torhüter Marvin Schwalbe (ließ den Ball fallen) am schnellsten reagierte und das 1:0 erzielte – folgte eine ganz schwache erste Halbzeit. Negative Höhepunkte waren eineinhalb Eigentore, die zur Gäste-Führung nach 45 Minuten führten: Beim 1:1 ließ Torhüter Jonas Brackmann einen Eckball durch die Hände gleiten, Altenhofs Kapitän Christian Faust nahm das Ostergeschenk gerne an und köpfte frei ein (22.). Nur zwölf Minuten später der nächste Nackenschlag, als Hendrik Dunkel in eine Flanke von Jens Solbach rutschte und den Ball unhaltbar ins eigene Tor lenkte – 1:2 (34.).

Richard Dissing, hier gegen Altenhofs Demir Can, zeigte eine gute Leistung trotz Niederlage. Foto: Thomas Dietrich

Richard Dissing, hier gegen Altenhofs Demir Can, zeigte eine gute Leistung trotz Niederlage. Foto: Thomas Dietrich

Entsprechend groß war die Enttäuschung bei RWL-Trainer Thomas Dregger: „Da legen wir einen Bombenstart hin und spielen anschließend eine katastrophale erste Halbzeit. Im Mittelfeld standen wir viel zu weit weg von den Gegenspielern.“ Bezeichnend für die ersten 45 Minuten: Mit Lukas Finke und Richard Dissing waren zwei Nachwuchsspieler die Aktivposten bei den Rot-Weißen.

Die zweite Halbzeit begann mit einer Großchance für die Gäste, doch Jurij Betche verpasste die Vorentscheidung (48.). In der Folgezeiten bissen sich die Rot-Weißen in die Partie zurück, scheiterten aber einmal mehr an einer schwachen Chancenverwertung. Matthias Urbas (51., Freistoß knapp drüber), der eingewechselte Yasin Gücelcümbüs nach schöner Dissing-Vorarbeit (69., zögerte frei vor dem Tor zu lange), erneut Urbas (71., am langen Eck vorbei) und Marvin Jannssens (73., aus drei Metern am Torhüter) vergaben die besten Möglichkeiten.

Mit einem Traumtor ließ der genesene Lars Scheerer die Hoffnungen auf den ersten Sieg im Jahr 2015 wieder aufflammen. Der Routinier zirkelte einen Freistoß aus gut 20 Metern direkt in den Winkel zum 2:2 (78.). Doch die Hoffnung hielt gerade einmal 180 Sekunden, dann wurde Bastian Schildt zum Spielverderber – allerdings dank der erneuten tatkräftigen Mithilfe der RWL-Hintermannschaft. Seine Freistoßflanke aus dem linken Halbfeld segelte an Freund und Feind vorbei ins Netz – 2:3 (81.).

Yasin Gücelcümbüs (vorne) vergab nach seiner Einwechselung eine riesen Chance zum Ausgleich. Foto: Thomas Dietrich

Yasin Gücelcümbüs (vorne) vergab nach seiner Einwechselung eine riesen Chance zum Ausgleich. Foto: Thomas Dietrich

Beinahe hätte Pechvogel Hendrik Dunkel seinen Fehler aus Durchgang eins wieder wettgemacht. Doch sein Kopfball strich knapp am Tor-Eck vorbei (83.). So blieb es bei der knappen Niederlage für RWL – und einem enttäuschten Trainer: „Nach dem Wechsel hat die Mannschaft gekämpft, aber das kann ich auch erwarten. Wie wir allerdings beim 2:3 gegen den Ball verteidigen ist katastrophal, da springen alle weg, anstatt dazwischen zu hauen. Und wenn wir vorne unsere Dinger nicht machen, dann dürfen wir uns nicht beschweren, wenn wir ohne Punkte dastehen.“

RWL: Jonas Brackmann – Christos Katsaros, Hendrik Dunkel, Matthias Urbas, Gürkan Besirligolu (88. Christian Maas), Yassine El Hadje (46. Marvin Jannssens), Lars Scheerer, Timo Sommer, Richard Dissing, Marcel Schönrath (58. Yasin Gücelcümbüs), Lukas Finke.

WIR KICKEN FÜR UNSERE STADT