Daumen hoch für RWL

Kommentar von Michael Dregger

DIESES TEAM BRAUCHT SEINE STADT!

Dregger Michael E1499853310236

zum Urteil des Verbandsgerichts vom 13.04.2016

Ganz gleich, wieviel Geld ein Amateurfußballer im Monat bekommt, wenn der Verein es so möchte, bleibt er Amateur. Übertrieben formuliert: selbst wenn ein Fußballer eine Vereinbarung über eine Zahlung von monatlich 10.000,00 € mit dem Verein trifft, bleibt er Amateur, so lange kein korrekter Vertragsspielervertrag vom DFB registriert wurde. Nur so kann man die Aussage deuten, dass es „egal“ ist, wie hoch die Zahlungen gewesen sind.

„Amateur ist, wer aufgrund seines Mitgliedschaftsverhältnisses Fußball spielt und als Entschädigung kein Entgelt bezieht, sondern seine nachgewiesenen Auslagen und allenfalls einen pauschalierten Aufwendungsersatz bis zu 249,99 EUR im Monat erstattet erhält“. – So sagt es unbestritten die Satzung.

Zahlungen egal welcher Höhe sind kein Entgelt, sondern nur ein Aufwandsersatz. Steuerfrei versteht sich. Um es mit den Worten des Verbandsgerichts zu kommentieren: „interessante Überlegung“.

 

„Es ist auch den Verbandsorganen bekannt, dass ungeachtet der Regellungen in der RuVO/WFLV in zahlreichen Fällen Gelder aus den unterschiedlichsten Quellen an Spieler fließen.“

An anderer Stelle wir sogar das Böse Word von „Schwarzgeldzahlungen“ angeführt.

Völlig ungeniert wird hier zugegeben, dass es dem Verband bekannt ist, dass so etwas passiert. Es ist aber nicht „gangbar“ etwas dagegen zu unternehmen.

Nicht gangbar? Es ist also scheinbar nicht umsetzbar, etwas dagegen zu unternehmen, da es ja das ganze System umwerfen könnte? Es sieht doch eher so aus, dass man hier nichts unternehmen will.

 

Wenn der Verbraucherschutz hier zuständig wäre, hätte die Satzung schon längst einen Warnhinweis:

Achtung: Nur eine Empfehlung. Nur gültig, wenn keiner im Verband etwas Anderes möchte.

 

Stand heute darf jeder machen was er will. Gleich was die Satzung sagt. Der Ehrliche ist der Dumme. Wir hoffen, dass das DFB-Bundesgericht ein den Satzungen- und Ordnungen entsprechendes Grundsatzurteil fällen wird.

 

WIR KICKEN FÜR UNSERE STADT