Daumen hoch für RWL

0:2-Blamage

DIESES TEAM BRAUCHT SEINE STADT!

DSC 1849

RWL steht sich selbst im Weg

160 Kilometer Hin- und Rückfahrt zum entferntesten Auswärtsspiel der Meisterschaftsrunde waren für die Katz: Auf dem Sportplatz Holzhausen im Burbacher Ortsteil Hoorwasen zeigte die RWL-Erste zum Hinrunden-Finale eine ihrer schlechtesten Saisonspiele und kassierte eine blamable 0:2 (0:1)-Niederlage bei der SG Hickengrund – und die war am Ende noch nicht einmal unverdient. Bei nur noch vier Punkten Vorsprung auf den ersten Abstiegsplatz geht es für die Mannschaft von Trainer Marco Sadowski jetzt erst einmal vorranging um den Klassenverbleib in der Bezirksliga 5.

RWL-Routinier Lars Scheerer zog kraftvoll ab, doch der Ball landet nicht im Tor. Foto: Thomas Dietrich

RWL-Routinier Lars Scheerer zog kraftvoll ab, doch der Ball landet nicht im Tor. Foto: Thomas Dietrich

Eine Woche nach dem starken und erfolgreichen Auftritt im Kreispokal-Halbfinale beim Ligarivalen Kiersper SC (9:8 nach Elfmeterschießen, 4:4 nach 120 Minuten) schickte Marco Sadowski in Holzhausen die gleich erste Elf auf den Kunstrasenplatz Holzhausen. Und die Rot-Weißen hatten auch die erste Chance des Spiels. Nach einer Flanke von Matthias Urbas köpfte Mark Sattler, der für Hakan Firat in der Spitze spielte, das Leder an die Latte des Hickengrunder Tores (7.).  Es sollte für lange Zeit die einzige gefährliche RWL-Offensivaktion bleiben.

Was die Gäste aus dem Sauerland danach zeigten, glich einem spielerischen Offenbarungseid. Ideenlos im Spielaufbau, viele technische Fehler und Fehlpässe, eine ganz schwache Zweikampfbilanz – die Rot-Weißen waren weit entfernt von ihrer Normalform und ließen sich mit einfachen Mitteln den Schneid abkaufen.

Die SG Hickengrund warf, wie auch nicht anders zu erwarten, ihre Kampfkraft in die Waagschale, ging aggressiv in die Zweikämpfe und zeigte eine hohe Laufbereitschaft. So auch in der 18. Minute, als Philip Rath energisch und erfolgreich nachsetzte – 1:0. Sechs Minuten vor der Pause hielt Torhüter Jonas Brackmann mit einer Glanzparade gegen den Torschützen seine Rot-Weißen im Spiel.

RWL-Trainer Marco Sadowski reagierte zur Pause, brachte Christos Katsaros für Robin Breitenbach und zog Lars Scheerer ins Mittelfeld. Der Routinier sollte mehr Ruhe ins Aufbauspiel bringen. Doch zunächst gab es eine Schrecksekunde für die Rot-Weißen. Viktor Frantz setzte gegen Katsaros energisch nach und spitzelte den Ball auf die Latte des RWL-Tores (50.).

In der Folge hatte RWL mehr Ballbesitz, ohne jedoch zwingende Offensivaktionen herauf zu beschwören. Auch die Hereinnahme von Stürmer Hakan Firat verpuffte. Die größte Chance zum Ausgleich vergab Matthias Urbas (75.), als er in Bedrängnis ein Luftloch schlug. Den endgültigen K.o. verpasste sich die Sadowski-Elf dann in der 89. Minute selbst: Philip Rath nutzte ein Missverständnis zwischen Lars Scheerer und Torhüter Jonas Brackmann zum 2:0-Endstand. Das war’s, die RWL-Blamage war perfekt, die lange Rückfahrt musste mit leeren Händen angetreten werden.

WIR KICKEN FÜR UNSERE STADT