Daumen hoch für RWL

Ein Punkt in Unterzahl

DIESES TEAM BRAUCHT SEINE STADT!

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Platzverweis nach noch nicht einmal 60 Sekunden

„Das war ein 0:0 der besseren Art und am Ende ein gerechtes Ergebnis“, ist Trainer Marco Sadowski über das torlose Remis seiner RWL-Ersten beim Kreisrivalen TuS Plettenberg nicht unzufrieden. Zumal die Rot-Weißen 90 Minuten in Unterzahl spielen mussten auf dem teils gefrorenen Böddinghausener Kunstrasenplatz.

Sah Rot nach noch nicht einmal 60 Sekunden: Torhüter Jonas Brackmann. Foto: Thomas Dietrich

Sah Rot nach noch nicht einmal 60 Sekunden: Torhüter Jonas Brackmann. Foto: Thomas Dietrich

Nach Anpfiff der Partie durch den schwachen Schiedsrichter Martin Gerlach hatte der Sekundenzeiger noch keine volle Umdrehung hinter sich, als es bereits den ersten Aufreger des Spiels gab. Plettenberg schlug nach dem Anstoß direkt einen langen Ball in die RWL-Hälfte. Die Innenverteidiger standen noch unsortiert, so dass Jonas Brackmann aus seinem Tor musste. Allerdings schlug er den Ball außerhalb des Strafraums mit der Hand weg und nicht mit dem Kopf. „Das war ein Reflex“, erklärt der Schlussmann hinterher. Schiedsrichter Gerlach hatte die Situation allerdings nicht gesehen, zeigte erst nach Rücksprache mit seinem Assistenten dem RWL-Torhüter die Rote Karte.

Der zweite Aufreger des Spiels folgte in der 19. Minute. Die Sadowski-Elf hatte sich in Unterzahl schnell gefunden, stand nun hinten stabil und setzte einige gute Akzente nach vorne. So auch in besagter 19. Minute: Soufian Maatalla setzte sich auf der rechten Seite durch, lief bis zur Grundlinie und legte den Ball zurück in den Plettenberger Strafraum. Dort stand Marcel Schönrath völlig frei und haute den Ball direkt auf das Tor der Gastgeber. Der Ball knallte gegen die Unterkante der Latte, sprang auf den Boden und von dort erneut gegen die Latte. Auch in dieser Szene musste sich Schiedsrichter Gerlach der Unterstützung seines Assistenten bedienen – kein Tor für RWL.

In der Folge entwickelte sich ein Kampfspiel zweier Mannschaften, die in erste Linie darauf bedacht waren, keine entscheidenden Fehler in der Defensive zu machen. Zweimal mussten die Rot-Weißen in Person von Christos Katsaros auf der Linie retten. Auf der anderen Seite stand nun zweimal Robin Breitenbach im Mittelpunkt.

Mitte der zweiten Halbzeit zunächst beim dritten Aufreger des Spiels. Robin Breitenbach ging zielstrebig in den Plettenberger Strafraum, wurde gehalten, fiel aber nicht. Der Schiedsrichter-Assistent zeigte Foulspiel an, doch der Unparteiische Gerlach hörte dieses Mal nicht auf seinen Assistenten und ließ weiterspielen – kein Elfmeter für RWL.

Kurz darauf flankte Marcel Schönrath mustergültig auf den zweiten Pfosten. Dort stand Robin Breitenbach völlig frei, schlug allerdings ein Luftloch (75.) – wieder kein Tor für RWL. So blieb es beim torlosen Remis in Böddinghausen.

„Es war nicht einfach für uns, über die gesamte Spielzeit in Unterzahl zu spielen. Das haben die Jungs aber sehr gut gemacht. Deshalb bin ich mit diesem einen Punkte auch nicht unzufrieden“, fasst Marco Sadowski hinterher zusammen.

WIR KICKEN FÜR UNSERE STADT