Daumen hoch für RWL

RWL-Erste verpasst Befreiungsschlag

DIESES TEAM BRAUCHT SEINE STADT!

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Mit Derby-Niederlage in die Winterpause

Aus dem erhofften Befreiungsschlag wurde nichts, die RWL-Erste geht mit einer Niederlage in die Winterpause – 2:4 hieß es am Ende am Lüdenscheider Nattenberg im Derby gegen den Kiersper SC. Zur Pause hatte die Mannschaft von Trainer Marco Sadowski noch 2:1 geführt. Die Rot-Weißen gehen nach dem elften sieglosen Spiel in Folge mit nur noch vier Punkten Vorsprung auf die Abstiegszone ins nächste Jahr.

„Wir haben eine schlechte zweite Halbzeit gespielt“, meinte ein enttäuschter Trainer nach dem Schlusspfiff, „auch wenn wir noch unsere Chancen hatten, das Spiel für uns zu entscheiden. Im Moment kommt bei uns alles zusammen. Wir nutzen unsere Chancen nicht und lassen uns dann immer wieder von unglücklichen Schiedsrichter-Entscheidungen aus dem Konzept bringen.“

Unglückliche Schiedsrichter-Entscheidungen

Damit sprach Marco Sadowski zwei Entscheidungen des Unparteiischen Stephan Poppe an, die aus RWL-Sicht den Spielverlauf negativ beeinflussten. „Die Ecke vor dem 2:2 war keine. Das haben alle gesehen, nur der Schiedsrichter nicht. Und auf der anderen Seite kann er auch Handelfmeter für uns geben.“ Diese Szene spielte sich kurz nach dem Kiersper Ausgleich ab. Marvin Bonevski lief in den gegnerischen Strafraum und wurde dort vom Kiersper Christopher Brock attackiert, der während des Zweikampfs ausrutschte und mit dem Arm den Ball eine Richtungsänderung gab. Für den Schiedsrichter allerdings eine schwierig zu erkennende Situation.

Von Beginn an entwickelte sich auf dem rutschigen Kunstrasenplatz Nattenberg ein ausgeglichenes Spiel. RWL hatte die erste Chance durch Marvin Bonevski (5.), auf der anderen Seite blockte Mark Sattler den Ex-Rot-Weißen Lukas Finke im letzten Moment ab (9.). In der 22. Minute dann Elfmeter für Kierspe. RWL-Kapitän Timo Sommer war im eigenen Strafraum ausgerutscht und wollte den Ball im Liegen klären. Dabei traf er allerdings den Fuß von Finke – Elfmeter. Francesco Inchingoli verwandelte sicher zum 0:1.

Matthias Urbas mühte sich redlich, hatte im Abschluss aber kein Glück. Foto: Thomas Dietrich

Matthias Urbas mühte sich redlich, hatte im Abschluss aber kein Glück. Foto: Thomas Dietrich

Über diese Führung konnte sich Kierspe aber nicht lange freuen. Nach einer halben Stunde glich Mark Sattler im Nachsetzen zum 1:1 aus. Zuvor wurde nach einer Urbas-Ecke sein Kopfball noch auf der Linie abgeblockt. Neun Minuten später ging die Sadowski-Elf sogar in Führung. Mark Sattler hämmerte einen Freistoß aus gut 20 Metern unhaltbar über die Mauer ins KSC-Tor (39.).

Nach dem Wechsel neutralisierten sich beide Teams zunächst. Bis zur 65. Minute, als es die angesprochene unberechtigte Ecke für die Gäste gab, die Eugen Werwein per Kopf zum 2:2 nutzte. Nur acht Minuten später kam es noch dicker für die Gastgeber. Keiner störte Kierspes Justin Lüthy entscheidend, der zum 2:3 ins lange Eck traf (73.). RWL versuchte alles und hatte in Person von Lennart Adams nach Urbas-Ecke (76., KSC-Keeper und -Trainer Manuel Fernholz hielt den Kopfball mit einem sensationellen Reflex), Robin Breitenbach (80., wieder Fernholz, diesmal mit einer unkonventionellen Fußabwehr) und Matthias Urbas (89., aus acht Metern knapp daneben) drei große Torchancen. Während RWL diese Möglichkeiten ungenutzt ließ, zeigten sich die Kiersper höchst effizient. In der 83. Minute machte mit Richard Dissing ein weiterer Ex-Rot-Weißer den Sack endgültig zu für die Gäste.

 

WIR KICKEN FÜR UNSERE STADT