Daumen hoch für RWL

Ernüchterung am Nattenberg

DIESES TEAM BRAUCHT SEINE STADT!

DSC 2002

Zwischenhoch schon wieder abgeflaut

Ernüchterung am Nattenberg: Im Heimspiel gegen den abstiegsbedrohten SV Rothemühle kassierte die RWL-Erste eine am Ende verdiente 2:4 (0:1)-Niederlage – und das, obwohl die Mannschaft von Trainer Marco Sadowski fast eine Halbzeit lang in Überzahl agierte. Entsprechend enttäuscht war der Coach nach dem Spiel: „Das war eine Mischung aus Naivität und Dummheit. Mir fehlen die Worte. Ich kann kaum fassen, dass wir drei dumme Tore in Überzahl kassiert haben.“

Damit ist das Zwischenhoch mit zwei Siegen in Folge (4:1 gegen Freudenberg, 2:1 im Stadtderby gegen den SC) bereits wieder abgeflaut. Statt beruhigender elf Punkte Vorsprung auf den ersten Abstiegsplatz beträgt das Polster nur noch fünf Zähler – und am nächsten Sonntag geht es zum Liga-Primus RSV Meinerzhagen, gegen den es im Hinspiel eine böse 0:8-Klatsche gab.

Zwei gegen einen: Florian Neuke kann sich nicht durchsetzen. (Foto: Thomas Dietrich)

Zwei gegen einen: Florian Neuke kann sich nicht durchsetzen. (Foto: Thomas Dietrich)

Die Partie hätte für die Rot-Weißen nicht schlechter beginnen können. Es waren gerade einmal 35 Sekunden gespielt, da lagen die Gastgeber bereits 0:1 hinten – und das bei eigenem Anstoß. Doch der Ball ging unmittelbar nach dem Anpfiff schnell verloren. Rothemühle drosch das Spielgerät zweimal hoch in die RWL-Hälfte, wo kein Rot-Weißer energisch zum Ball ging und Pascal Jüngst einfach den Fuß hinhielt.

Zu Beginn der zweiten Halbzeit spielte Rothemühle in Person von Chris Gösselkeheld der Sadowski-Elf eigentlich in die Karten, als dieser sich zu einem Nachtreten gegen Soufian Maatalla hinreißen ließ und zurecht Rot sah (52.). Doch mit der Überzahl konnten die Rot-Weißen nichts anfangen. Im Gegenteil, Rothemühle nutzte den freien Raum besser und konsequenter.

Zudem spielten die Rot-Weißen nun den Gästen in die Karten. Florian Neuke konnte den überragenden Pascal Jüngst nur mit einem Foul stoppen. Den fälligen Elfmeter verwandelte Jüngst höchstpersönlich zum 0:2 (56.). Vor dem 0:3 bekam Christos Katsaros den Ball nicht aus der Gefahrenzone. Wieder reagierte Jüngst gedankenschneller und passte auf Murat Secer (58.), der sich diese Chance nicht entgehen ließ.

Die Moral stimmte bei den Rot-Weißen, die sich trotz des doppelten Nackenschlages um den Anschluss bemühten. Doch der fiel erst in der 72. Minute durch den eingewechselten A-Jugendlichen Raphael Schwarzer. Die Gastgeber hatten zwar einige Möglichkeiten, doch weder aus der Distanz (Neuke, Sommer, Sattler) noch per Kopf nach einem Standard (Sattler, Besirlioglu) fand der Ball den Weg ins SV-Tor. Fünf Minuten vor dem Ende machte Jüngst mit seinem dritten Treffer zum 1:4 dann alles klar. RWL gelang nur noch die Ergebniskosmetik durch Mark Sattler (2:4, 90.+4). Kurz zuvor hatte Rothemühles Eike Pfeiffer die Ampelkarte gesehen (90.+3).

„Wir hatten unsere Chancen gegen einen Gegner, der sicherlich nicht deutlich besser war als wir. Aber wir haben es letztendlich nicht geschafft, dem Spiel unseren Stempel aufzudrücken“, analysierte ein enttäuschter Marco Sadowski. Hinzu kam, dass mit Lennart Adams (9.) und Soufian Maatalla (52.) zwei Spieler verletzt ausschieden.

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