Daumen hoch für RWL

RWL-Erste überrascht Spitzenreiter

DIESES TEAM BRAUCHT SEINE STADT!

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Ein Sieg des Willens

RWL-Erste überrascht den Spitzenreiter. Im Kreisderby beim Aufstiegskandidaten und souveränen Tabellenführer RSV Meinerzhagen feierte die Mannschaft von Trainer Marco Sadowski einen ebenso überraschenden wie verdienten 2:1 (1:0)-Erfolg und entführte völlig unerwartet die volle Punktzahl aus der Volmestadt.

„Das war ein Sieg des Willens“, meinte ein sichtlich erschöpfter, aber glücklicher Trainer nach dem Coup seiner Mannschaft im Stadion an der Oststraße. „Ich habe meiner Mannschaft schon vor dem Spiel gesagt, dass wir uns heute auch wegen unserer angespannten Personalsituation das Glück erkämpfen müssen, und dass jeder für den anderen laufen und kämpfen muss. Das hat die Mannschaft super umgesetzt. Auch wenn Meinerzhagen die bessere Mannschaft war, haben wir uns diesen Erfolg redlich erkämpft und verdient.“

Marco Sadowski war praktisch mit dem letzten Aufgebot nach Meinerzhagen gefahren. Am Vormittag fielen auch noch Robin Breitenbach und Marcel Schönrath aus. Lennart Adams und Soufin Maatalla fehlten aufgrund ihrer Verletzungen aus dem Rothemühle-Spiel. So saßen mit Adrian Kocur, Sedrick Adams und Ersatz-Torhüter Rouven Noll gerade einmal drei Auswechselspieler auf der Bank.

Trainergespräch nach dem Spiel: Marco Sadowski (rechts) und Mutlu Demir analysieren den überraschenden RWL-Sieg beim Spitzenreiter. Foto: Thomas Dietrich

Trainergespräch nach dem Spiel: Marco Sadowski (rechts) und Mutlu Demir analysieren den überraschenden RWL-Sieg beim Spitzenreiter. Foto: Thomas Dietrich

Die RWL-Taktik war somit vorgeschrieben: Konzentration auf die Defensive und so lange wie möglich hinten die Null halten. Dies gelang von Beginn an sehr gut. Meinerzhagen hatte zwar ein deutliches Übergewicht und gefühlte 80 Prozent Ballbesitz. Doch gegen die dicht gestaffelten Abwehrreihen brach der Tabellenführer nur selten durch. Und wenn, dann verhinderte Torhüter Jonas Brackmann mit einer überragenden Leistung – teilweise auch mit dem Glück des Tüchtigen – den Rückstand.

Nach einer Viertelstunde tauchten die Rot-Weißen erstmals vor dem RSV-Tor auf – und gingen sofort in Führung. Zunächst scheiterte Mark Sattler an RSV-Keeper Jonas Ermes, den Abprall versenkte Matthias Urbas im zweiten Versuch zum 0:1 (15.). Es folgten wütende Angriffe der Meinerzhagener, die blieben aber ohne Durchschlagskraft.

Ähnlich der Verlauf in Durchgang zwei: RWL zog in der eigenen Hälfte einen Abwehrriegel auf und warf den Schlüssel weg – kein Durchkommen für den RSV. Und mit einzelnen wenigen Nadelstichen ärgerte die Sadowski-Elf den Gastgeber. Matthias Urbas (62.) und Timo Sommer (68.) verpassten die Vorentscheidung, die dann Mark Sattler eine Viertelstunde vor dem Ende gelang – 0:2, die Sensation war zum Greifen nahe.

Noch mussten die Bergstädter aber gut 20 Minuten überstehen. Zumal Meinerzhagen kurz vor Ende auf 1:2 verkürzten konnte durch einen von Fisnik Zejnullahu verwandelten Foulelfmeter (89., Kemal Akdag an Demiray). Aber auch die ungewöhnlich lange Nachspielzeit,  Schiedsrichter Peter Rau pfiff erst das Spiel nach 98 Minuten ab, überstanden die Rot-Weißen mit Einsatz, Kampf und Glück unbeschadet, wobei ein dritter RWL-Treffer durch Kocur wegen Abseits zurecht nicht anerkannt wurde, und durften am Ende jubeln.

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