Daumen hoch für RWL

Serie gerissen – Chance verpasst

DIESES TEAM BRAUCHT SEINE STADT!

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Unnötige Heimniederlage im Kreis-Derby

Serie gerissen – Chance verpasst. Im Nachholspiel-Derby gegen den TuS Plettenberg endete die zehn Meisterschaftsspiele lange Erfolgsserie der RWL-Ersten nach neun Siegen und einem Unentschieden. Am Gründonnerstag kassierte die Mannschaft von Trainer Martin Rost am heimischen Nattenberg eine ernüchternde 1:3 (1:1)-Niederlage. Damit verpasste die RWL-Erste den Sprung an die Spitze, denn auch Tabellenführer Salchendorf patzte in Hickengrund (2:4). Mehr noch, die Rot-Weißen mussten auch noch den nun punktgleichen VSV Wenden aufgrund der Tordifferenz vorbeiziehen lassen.

„Wir hatten unsere Chancen, haben auch alles versucht. Am Ende hat aber häufig der entscheidende Pass gefehlt“, fasste Trainer Martin Rost zusammen. „Erst am Ende, als wir hinten aufgemacht haben, hatte der Gegner einige gute Konterchancen.“ Eine Aussage des Trainers während des Spiels, geäußert Mitte der zweiten Halbzeit, brachte das rot-weiße Problem gegen Plettenberg noch besser auf den Punkt: „Rot-Weiß, tief durchatmen und geduldig bleiben. Spielt den einfachen Ball.“

Viel Ballbesitz – wenig Ertrag

Die Rot-Weißen übernahmen von Beginn an das Kommando auf dem Platz, hatten deutlich mehr Ballbesitz als der Gegner. Auch spielerisch zeigten die Gastgeber gute Ansätze. Allerdings legte die Rost-Elf ihren Tempovorteil zu selten in die Waagschale und spielte häufig zu kompliziert. Das lag allerdings auch an dem von Trainer-Routinier Uwe Helmes an dessen alter Wirkungsstätte als Spieler bestens eingestellten Gegner. Plettenberg ließ die Rot-Weißen nicht zur Entfaltung kommen, machte die Räume eng, ging kompromisslos in die Zweikämpfe und schaltete bei Kontern blitzschnell um.

Alle Traineranweisungen nutzten nichts, am Ende stand die RWL-Erste gegen Plettenberg mit leeren Händen da. (Foto: Thomas Dietrich)

Beim 0:1 durch Fadi Mrida half die Rot-Weiße-Hintermannschaft allerdings kräftig mit. Bei einem langen Ball in die Spitze kam Torhüter Rouven Noll zu früh aus seinem Kasten raus, so dass der Torschütze den Ball am Ende ins leere Tor einschieben konnte (23.). Die rot-weiße Antwort ließ nicht lange auf sich warten. Nur 120 Sekunden später versenkte Marcel Schönrath eine Flanke von Pascal Ertelt am zweiten Pfosten zum schnellen Ausgleich im Plettenberger Tor. Kurz vor der Pause verpasste Ertelt die RWL-Führung, sein Schuss strich knapp über das TuS-Gehäuse.

Für die zweite Halbzeit hatten sich die Gastgeber „viel vorgenommen“ (Rost), doch nur fünf Minuten nach dem Wiederanpfiff folgte die kalte Dusche. Richard Dissing verlor den Ball, Mrida flankte flach vor das Tor, Volkan Karadag stand am zweiten Pfosten völlig frei – 1:2 (50.).

Wieder zeigten die Rot-Weißen eine positive Reaktion und drängten auf den Ausgleich. Einstellung und Kampfgeist stimmten. Zwingende Torchancen sprangen gegen die immer noch gut stehenden Gäste aber kaum heraus. Die beste Chance hatte Jannik Benger fünf Minuten vor dem Ende, als er aus gut 20 Metern an Plettenbergs Schlussmann Sören Langwald scheiterte. Auf der anderen Seite verhinderten Marc Linneboden (70.) und Torhüter Rouven Noll (84.) jeweils gegen Mrida den vorzeitigen K.o. Der folgte in der Schlussminute, als erneut Karadag einen Konter zum 1:3-Endstand vollendete.

Lange Zeit zum Grübeln über die vierte Saisonniederlage bleibt der Rost-Elf glücklicherweise nicht. Ostermontag steht bereits das nächste Spiel an, dann geht es zum Tabellenneunten SC LWL 05 nach Neu-Listernohl.

 

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