RWL-Erste springt wieder auf Platz 2

80 Minuten souverän, 10 Minuten zittern – so kurz und knapp lässt sich der 3:2 (2:0)-Heimerfolg der RWL-Ersten gegen den VfB Schwelm zusammenfassen. „Natürlich wurde es am Ende noch einmal unnötig eng. Das Positive überwiegt aber. Wir waren über weite Strecken aggressiv in den Zweikämpfen und haben den Gegner spielerisch dominiert. Die drei Punkte sind enorm wichtig für uns“, erklärte Trainer Martin Rost hinterher. Durch den eigenen Erfolg am Nattenberg und dem überraschenden Ausrutscher des SC Berchum/Garenfeld (2:3-Heimniederlage gegen ETuS/DJK Schwerte) kletterte die RWL-Erste wieder auf den zweiten Platz.

Lars Scheerer (rechts) und Pascal Ertelt ließen defensiv 80 Minuten fast nichts zu. (Foto: Thomas Dietrich)

Gut acht Minuten benötigten die Rot-Weißen, um ins Spiel zu kommen. Mit der ersten Chance durch Mark Sattler (8., Kopfball nach Ecke knapp drüber) spielten nur noch die Gastgeber. Lukas Finke (12., Außennetz), der wieder viel Laufarbeit verrichtete, an diesem Tag aber glücklos blieb, und zweimal Raphael Schwarzer (13.) verpassten die frühe Führung. Nach einer Viertelstunde war der Bann gebrochen. Kerim Yilmaz erkämpfte den Ball im Mittelfeld und schickte Schwarzer auf die Reise. Der bewies Nervenstärke und vollendete sein Solo zum verdienten 1:0 (15.). Nach einer halben Stunde erhöhte Marcel Schönrath auf 2:0 (30.), ehe erneut Finke nach einer Schwarzer-Flanke per Kopf aus kurzer Distanz an Keeper Deligiannis scheiterte (35.).

Den zweiten Durchgang eröffneten die Rot-Weißen mit dem dritten Treffer. Wieder war der starke Raphael Schwarzer erfolgreich mit einem Flachschuss von der Strafraumgrenze (55.). Anschließend versäumte es die Rot-Weißen, den Sack endgültig zuzuschnüren. Lukas Finke (61.) und der eingewechselte Hatem Jindou (75.) ließen die besten Gelegenheiten liegen.

Matchwinner Raphael Schwarzer bejubelt seinen zweiten Treffer mit Kerim Yilmaz. (Foto: Thomas Dietrich)

Trotzdem steuerte Rot-Weiß einem souveränen Dreier entgegen – bis zur 82. Minute. Da stand der eingewechselte Fadel Allouch plötzlich völlig alleine im RWL-Strafraum und erzielte den Anschlusstreffer. Plötzlich war die rot-weiße Souveränität und Dominanz wie weggeflogen. Glücklicherweise fiel der zweite Gästetreffer durch Vincenzo Graziano in der Schlussminute zu spät, so dass die Rost-Elf den knappen Vorsprung ins Ziel retten konnte.