Mit dem einsetzenden Starkregen zum Spielbeginn kam für Rot-Weiß auch gleich die nächste kalte Dusche: Bereits in der 2. Minute konnte der Ball im Strafraum nicht richtig geklärt werden, die Gäste aus Dortmund setzten entschlossen nach und trafen aus 12 Metern zum 0:1. Damit war die angesetzte Konter-Devise der Gastgeber direkt über den Haufen geworfen. Dortmund suchte immer wieder die schnellen Spitzen über außen und hatte in der 13. Minute die Chance zu erhöhen, doch RWL-Keeper Konstantinos Paraskevopoulos konnte aus kurzer Distanz parieren. Für die Gastgeber gab es in der ersten halben Stunde überhaupt kein Durchkommen und die RWL-Spitzen hingen meist in der Luft. In der 18. Minute musste Konstantinos Paraskevopoulos einen 22-Meter-Schuß zur Ecke abwehren. Die Gäste diktierten weiterhin das Spiel, konnten aber keine weiteren Torchancen kreieren. Nach einer halben Stunde kam Rot-Weiß offensiv besser ins Spiel und es folgte die stärkste Phase: In der 33. Minute lief Ardit Haxhiu an der Torauslinie allein auf den gegnerischen Kasten zu, doch sein Pass zur Fünfmeterraum-Grenze konnte noch gerade abgewehrt werden. Eine Minute später tankte sich Alexander Klevno über die halblinke Seite vor das Tor, doch sein Schuss aus 7 Metern konnte vom Gäste-Keeper mit dem Fuß zur Ecke geklärt werden. Danach verpuffte das Lüdenscheider Angriffsspiel jedoch wieder und kurz vor der Pause hatte RWL Glück, als eine scharf an den Fünfmeterraum gebrachte Ecke an Freund, Feind und am langen Pfosten vorbei knapp ins Aus segelte. Zum Pausenpfiff war die Führung der Gäste insgesamt nicht unverdient. Die zweite Halbzeit begann überraschenderweise mit Sonnenschein und das Spiel wog eine Viertelstunde lang ohne großartige Torchancen von Strafraum zu Strafraum. In der 56. Minute kam Dortmund über die rechte Seite, doch die Hereingabe in die Mitte konnte vom in der zweiten Hälfte eingewechselten RWL-Keeper Nick Göbel geklärt werden. Nach genau einer Stunde hatten die Gäste die große Chance, doch den herausgespielten Alleingang konnte Nick Göbel abwehren. Zwei Minuten später „klingelte“ es dann doch im RWL-Kasten. Im Strafraum wurde ein Eintracht-Spieler freigespielt, dessen Schuss aus 7 Metern konnte Keeper Göbel noch abwehren, doch ein weiterer Dortmunder Stürmer stand frei und konnte zum 0:2 einnetzen. RWL gab trotz des Gegentreffers nicht auf: Eine Viertelstunde vor Spielende musste sich der Eintracht-Keeper bei einen 25-Meter-Freistoß von Alexander Klevno gewaltig strecken und in der 74. Minute konnte sich wiederum Alexander Klevno in Strafraum durchsetzen und verfehlte das Gäste-Tor nur knapp. Damit war der Kuchen dann jedoch gegessen, denn die Gäste verwalteten ihren 2-Tore-Vorsprung in den letzten Minuten clever über die Zeit.

Fazit: Der frühe Rückstand war Gift für Rot-Weiß. Die Dortmunder spielten mit der Führung im Rücken souverän und ließen nur ganz selten den gewohnten Lüdenscheider Heim-Spielfluss zu. Insgesamt wirkten die Gäste in der letzten Konsequenz auch einen Tick entschlossener. Der RWL-Offensive fehlte gegen den defensiv sicher stehenden Tabellenzweiten an diesem Tag die Durchschlagskraft und so stand am Ende die zweite Heimniederlage zu Buche, so dass unsere Jungs im Jahr 2019 noch immer auf den ersten Pflichtspielsieg warten.

Torschütze:

RWL-Kader zum Spiel: Konstantinos Paraskevopoulos, Christopher Göbel, Paraskevas Paraskevopoulos, Jan Essers, Alexander Klevno, Luis Giannopoulos, Marc Stazura, Rafail Anestidis, Andreas Gkentsios, Ardit Haxhiu, Steven Sordi, Nick Göbel, Leon Spähr, Umut Ali Lermi, Inan Yetkiner

 

Teamwriter: Dirk Göbel