Die Grillwurst und die Getränke für die zahlreichen Gäste am Nattenberg wurden für den Super-Sonntag zurecht gelegt. Zwei Derbys und zwischendurch ein Bundesligist im Achtelfinale des A Jugend Westfalenpokals standen an.

Die von Pech, Niederlagen und Verletzungen  gebeutelte B1 machte den Anfang. Ausgerechnet gegen den starken Nachbarn aus Werdohl. Eine klare Angelegenheit für alle “Experten”.

Von Beginn an merkte man, das das Derby doch nicht so einseitig verlaufen würde wie erwartet.
Eine Standard-Situation für Werdohl führte zwar zum 0-1, trotz dessen sahen die Zuschauer eine B1 die Offensiv ein Chancenplus und Defensiv kaum was zuließen und das war eindeutig RWL.
Zweite Hälfte:
Das Derby lief mit viel Tempo und gutem Umschaltspielen und vor allem großen Kampfgeist weiter. Beide Defensivreihen standen jetzt sicher. 60 Minute: Kopfballtor von Werdohl wieder nach Standard (Eckball). 0 – 2. Bitter!

Nach all den Rückschlägen der vergangenen Wochen zeigte RWL Moral und dachte nicht eine Sekunde daran verunsichert zu sein. Im Gegenteil. Direkt nach dem 0 – 2 rollte eine Angriffswelle nach der anderen. Zweikämpfe wurden gewonnen. Absoluter Wille und ein Super heraus gespieltes Tor durch den überragenden Umut Lermi zum 1 – 2 war der verdiente Lohn.
Direkt nach Wiederanpfiff ging es genauso weiter. Es dauerte keine 4 Minuten und Alex Klevno schenkte zum viel umjubelten Ausgleichstreffer ein. 2 – 2 was für ein Comeback.
Rot-Weiß warf jetzt alles rein und die Abwehrreihen von Werdohl mussten Schwerstarbeit verrichten. Letzte Minute: Alex Klevno versucht einmal mehr sich durchzutanken und wird von der kompletten Abwehr nur durch ein Foul im Strafraum gestoppt. Elfmeter!!!
Was für ein Wahnsinn. Alex übernimmt und nagelt das Ding ins Netz. Unbeschreiblicher Jubel.
Das war es….. dachten alle. Nachspielzeit: Eckball/Kopfball/Tor für Werdohl.
Auch auf der Seite von Werdohl unbeschreiblicher Jubel.

Mit diesem Ausgang hat vor dem Spiel keiner gerechnet. Ein FSV Werdohl die ein Remis in der letzten Sekunde so feiert….unglaublich.

Ein freundschaftliches Abklatschen, ein guter Schiedsrichter und enttäuschte aber stolze RWL Jungs.