Große Enttäuschung im RWL-Lager rund um die erste Mannschaft: Gleich in der ersten Relegationsrunde der Bezirksliga-Zweiten um den letzten freien Landesliga-Platz kam für das Team von Trainer Martin Rost das Aus. Gegen den SCV Neuenbeken aus Paderborn kassierten die Rot-Weißen vor rund 250 Zuschauern auf dem Naturrasen des SC Sönnern in Werl eine am Ende nicht unverdiente 1:4 (0:2)-Niederlage.

Die Rot-Weißen hatten große Probleme mit dem holprigen und stupfen Naturrasen in Werl. (Foto: Thomas Dietrich)

Spielerisch zeigten die Rot-Weißen teilweise die besseren Ansätze, doch die Edeltechniker aus dem Sauerland kamen mit dem holprigen, sehr stupfen Naturrasen, der insgesamt in keinem guten Zustand war, nicht zurecht. So konnte die Rost-Elf  vor allem ihr flaches Kurzpassspiel nicht wie gewohnt aufziehen. Hinzu kam, dass sich die Bergstädtern von der Zweikampfstärke der Ostwestfalen mehr und mehr den Schneid abkaufen ließen. Gegen Neuenbekens Hintermannschaft, bestens organisiert von dem kopfballstarken Abwehrriesen Julian Wiehmeier, gab es kaum ein Durchkommen für Lukas Finke & Co.

Nach zwei guten Kopfball-Möglichkeiten durch Marcel Schönrath und Lukas Finke war es eben Wiehmeiers Kopfballstärke, die RWL in Rückstand gerieten ließ nach einer Ecke (24.). Die Rost-Elf musste diesen Schock erst einmal verdauen, was Neuenbeken in Person von Miguel Jan Soylu eiskalt zum 2:0 ausnutzte (29.). Von diesem Doppelschlag erholten sich die Rot-Weißen nur sehr langsam.

Nach dem Wechsel waren die Rot-Weißen um den Anschlusstreffer bemüht, mussten bei Kontern des Gegners aber höllisch aufpassen. Zweimal parierte Torhüter Jonas Brackmann glänzend gegen Peyman Gourgi (54., 62.). Auf der anderen Seite scheiterte Robin Breitenbach am Schlussmann Neuenbekens (57.).

Mit Semir Tuz kam neuer Schwung ins rot-weiße Offensivspiel, aber auch der Torschütze zum 1:2-Anschluss wurde meist gedoppelt von der starken Neuenbekener Abwehr. (Foto: Thomas Dietrich)

Dann folgte die 68. Minute: Rafael Schwarzer, der überhaupt keine Bindung zum Spiel fand, hatte seine Nerven nicht im Griff und trat nach einer Zweikampfsituation gegen seinen Gegenspieler nach. Folgerichtig zeigte ihm der Unparteiische Martin Pier (Holzwickede) die Rote Karte. Kurioserweise folgte in Unterzahl die stärkste RWL-Phase im zweiten Durchgang, zeigte die Rost-Elf eine tolle Moral. Zunächst verkürzte der eingewechselte Stürmer Semir Tuz per Kopf auf 1:2 (74.) nach einer Ecke von Marcel Schönrath und Kopfballverlängerung von Lukas Finke. Kurz darauf scheiterte Richard Dissing mit einem direkten Freistoß am Torhüter (76.).

Neuenbeken blieb bei Kontern gefährlich und machte neun Minuten vor dem Ende den Deckel drauf. Der ebenfalls eingewechselte Florian Neuke vertändelte im Mittelfeld den Ball an Alexander Doms, dessen Flanke Peyman Gourgi zur 3:1-Entscheidung nutzte (81.). Die Köpfe der RWL-Akteure gingen nun nach unten. Der vierte Gegentreffer durch Alexander Doms war nur noch kosmetischer Natur (86.).

Damit war die insgesamt gesehen trotz der abschließenden Niederlage sehr gute Saison 2018/19 für die rot-weißen Bezirksliga-Kicker am Vatertag endgültig beendet.