Neun Pflichtspielsiege in Folge (siebenmal Meisterschaft, zweimal Kreispokal), dabei 35 Tore erzielt und nur sechs kassiert, Tabellenführer der Fußball-Bezirksliga 6 mit 23 Punkten aus neun Spielen – die nackten Zahlen sprechen eine positive Sprache für die RWL-Erste.

Zuletzt war allerdings Sand im Getriebe, fehlte die spielerische Leichtigkeit. Gegen die Kellerkinder Sinopspor Iserlohn und ASSV Letmathe reichte die individuelle Qualität, um jeweils drei Punkte einzufahren. Trainer Martin Rost ist auf Spurensuche gegangen – und fündig geworden.

„In unseren Videoanalysen vergleichen wir die Spiele schon miteinander. Zu Beginn liefen auch Teams wie Wetter und SSV Hagen hoch an, was unserer Spielweise zugute kam. Das hat sich geändert. Vor allem in den letzten beiden Spielen standen die Gegner sehr tief“, analysiert der Coach. „Die Mannschaft hat versucht, auch gegen die tief stehenden Gegner so zu spielen wie zu Beginn. Das funktioniert aber nicht.“

Deshalb nimmt zurzeit die Theorie sehr viel Platz ein in den Trainingseinheiten. „Wir arbeiten im taktischen Bereich daran, diese Situationen schneller zu erkennen, entsprechend zu reagieren und die richtigen Lösungen zu finden über Raumaufteilung, Raumbesetzung und Kombinationen. Zusammen mit der zweiten Mannschaft haben wir anschließend auf dreiviertel des Platzes versucht, dieses Lösungen in die Praxis umzusetzen.“

Am Sonntag dann muss die Mannschaft das auch unter Wettkampfbedingungen auf dem Platz zeigen. Beim Tabellensiebten Blau-Weiß Voerde hängen die Trauben auch für einen Spitzenreiter wesentlich höher als zuletzt gegen die Kellerkinder.