Dominik Franz und Richard Dissing überragend

Rot-Weiß steht im Finale des Kreispokals. Der Landesliga-Aufsteiger setzte sich im Flutlichtspiel am Freitagabend gegen den künftigen Ligarivalen FSV Werdohl auch in der Höhe verdient mit 7:1 (3:1) durch und trifft im Endspiel nun auf den Oberligisten RSV Meinerzhagen. Die Mannschaft von Trainer Bayram Celik war dem Gast aus Werdohl in allen Belangen überlegen. Die rund 250 Zuschauer sahen auf dem Nattenberg-Kunstrasen eine sehr einseitige Partie, bei der phasenweise ein Klassenunterschied deutlich wurde.

Dominik Franz glänzte im RWL-Mittelfeld als Ballverteiler und zweifacher Torschütze. (Foto: Thomas Dietrich)

Dabei begann die Partie für den ambitionierten Gastgeber mit einer kalten Dusche. Der Sekundenzeiger hatte noch nicht einmal zwei Runden absolviert, da jubelte der Gast bereits. Nach einer Ecke waren sich RWL-Torhüter Jonas Brackmann und Mark Sattler uneinig, wer zum Ball gehen sollte. Nutznießer war der quirlige, nicht aber gerade großgewachsene Alpay Genc, der zum frühen 0:1 per Kopf traf (2.). Dass es der einzige Ball auf das rot-weiße Gehäuse im gesamten Spiel bleiben sollte, ahnte zu diesem frühen Zeitpunkt noch keiner. Fortan spielte aber nur noch die Celik-Elf, deren spielerische Überlegenheit von Minute zu Minute deutlicher wurde. Vor allem wenn die Bergstädter Tempo aufnahmen und den Ball schnell durch die eigenen Reihen laufen ließen, hatten die Werdohler das Nachsehen und wussten sich häufig nur mit einem Foulspiel zu helfen. Mark Sattler (4., Kopfball drüber) und Richard Dissing (8.) verpassten noch den schnellen Ausgleich, der dann nach einer Viertelstunde vom Elfmeterpunkt fiel. RWL-Kapitän Richard Dissing verwandelte einen berechtigten Handelfmeter zum verdienten 1:1. In der Folge riss RWL-Neuzugang Dominik Franz das Spiel immer mehr an sich, glänzte als intelligenter Ballverteiler und Torschütze. In der 23. Minute zog Franz von der Strafraumgrenze ab und traf flach in den unteren Winkel zum 2:1. Elf Minuten später zirkelte der Mittelfeldstratege einen Freistoß aus gut 18 Metern unhaltbar in das Werdohler Netz.

Nach dem Seitenwechsel knüpfte die Celik-Elf nahtlos an ihre gute Vorstellung an. Nur sechs Minuten benötigten die Rot-Weißen, dann klingelte es zum vierten Mal im Werdohl Tor. Richard Dissing war zum zweiten Mal an diesem Abend erfolgreich – 4:1 (51.). Die Vorentscheidung gegen immer müder werdende Werdohler war gefallen. Doch die Gastgeber ließen sehr zur Freude der lautstarken RWL-Anhänger nicht nach und spielten weiter munter nach vorne. Elia König (73.) und der eingewechselte Youngster Johannes Pietzner (88.) machten das halbe Dutzend voll, jeweils nach klasse Vorarbeit von Kerim Yilmaz. Abwehrchef Marc Linneboden (90.+1, Kopfballtreffer nach Dissing-Ecke) setzte den Schlusspunkt zum 7:1.