Viel schlimmer kann so ein Fußball Sonntag für einen Trainer gar nicht laufen. Erst gerät die eigene Mannschaft durch zwei mehr als fragwürdige Schiedsrichterentscheidungen in Rückstand und verliert dann noch den Torwart mit ausgekugeltem Finger. Aber der Reihe nach!

Die Konstantinidis Elf kam gegen den erwartet starken Gegner FC Lennestadt sehr gut ins Spiel und presste früh, hielt die Positionen und sorgte immer wieder mit schnell vorgetragenen Angriffen für Gefahr. Lediglich etwas zählbares wollte nicht dabei rausspringen. Entweder der Ball landete am Pfosten, wie beim super getretenen Freistoßvon Tiziano Cornicello in der 25 Minute oder aber der Abschluss war zu halbherzig.

Gefährliche Situationen im eigenen Sechzehner wurden souverän von unserem Torwart und der Viererkette gelöst. Somit ging es nach einer spannenden ersten Hälfte leider nur mit einem 0:0 in die Halbzeit.

Die zweiten 45 Minuten begannen, wie die ersten aufgehört hatten, nur das nach ca. 20 Minuten die Chancen unserer Jungs noch zwingender wurden, jedoch weiterhin ohne Glück.

Dieses Glück war dann in Form eines vom bis dahin gut pfeifenden Schiedsrichters übersehenen Ball im Toraus, dem Gegner beschieden. Der daraus resultierende Pass vor das Tor wurde eingenetzt und zur Überraschung der Abwehr sogar gewertet. Damit war das Spiel quasi ein bisschen auf den Kopf gestellt.

Nach nicht mal weiteren 5 Minuten klärte unser souveräner Inneverteidiger Malte Hübenthal im Fünfer vor dem Gegner, wobei jedoch beide zu Fall kamen. Der dann folgende Elfmeterpfiff hinterließ nicht nur bei RWL Fragezeichen. Das hatte jetzt schon etwas von Slapstick. Wer nun glaubte, es könnte nicht schlimmer kommen, wurde prompt eines besseren belehrt.

An den knallhart geschossen Elfer kam unser Keeper Niklas Luksch so grade noch ran, was aber leider nicht zur Torverhinderung reichte, sondern lediglich zum Auskugeln des kleinen Fingers, so dass er unter Schmerzen ausgewechselt werden musste, um anschließend im Sportkrankenhaus Lüdenscheid behandelt zu werden.

Unser Knipser Nummer 1 Florian Kaesler übernahm fortan die Position zwischen den Pfosten, da es ab jetzt nur noch um Schadensbegrenzung ging, was auch bis zum Ende ohne weiteres Gegentor gelang.

Spieler des Tages war ganz klar die ganze Mannschaft und ein Hervorheben einzelner Spieler wäre in diesem Fall nicht fair, da bis auf den Torerfolg und vielleicht der ein oder andere Pass alles bei allen stimmte.

Fazit: Wenn man die Tore gegen einen starken Gegner nicht macht und dann der Schiedsrichter noch seinen Faible für diesen entdeckt, kann man ein Spiel nicht gewinnen. Aber die Art und Weise des Auftritts unserer Mannschaft lässt mehr als Hoffen, da sie mit dieser Leistung auf jeden Fall in der Tabelle wieder nach vorne gespült werden wird!

Aufstellung: Luksch (76. Delinaoum) – Hübenthal, Dunkel, Cornicello, Kaesler, Mese (41. Nowak), Hoffmeister, Sinar (62. Elsner), Lewandowski (55. Akar), Cetin, Pozusinski