Celik: „Abhaken und nach vorne schauen“

Am vierten Spieltag hat es den Aufsteiger erwischt: Die RWL-Erste verlor das Gastspiel beim VfL Bad Berleburg unglücklich mit 0:1 (0:0) und musste die lange Heimreise im Bus mit leeren Händen antreten. Besonders ärgerlich: Diese Niederlage gehörte in die Kategorie unnötig. Entsprechend niedergeschlagen war die Stimmung bei den Rot-Weißen kurz nach dem Abpfiff durch die schwache Schiedsrichterin Jana Klaaßen.

„Das war sicherlich kein gutes Spiel von uns. Wir haben zu wenig Fußball gespielt, haben die Räume nicht genutzt und nach guten Ansätzen im Spielaufbau häufig die falsche Entscheidung getroffen“, fasste Trainer Bayram Celik treffend zusammen. „Das ist ein Lernprozess. Wenn es schon nicht so gut läuft, dann muss man eben clever spielen und wenigstens einen Punkt mitnehmen. Das ist uns nicht gelungen. Eigentlich war es ein typisches 0:0-Spiel. Abhaken und nach vorne schauen. Ab Dienstag bereiten wir uns auf Olpe vor“, versuchte Bayram Celik seine Schützlinge direkt wieder etwas aufzubauen.

Lukas Finke auf dem Weg zu einer seiner beiden Großchancen vor der Pause. Beide Male verfehlte der RWL-Stürmer das Ziel jedoch knapp. (Foto: Thomas Dietrich)

Die entscheidende Szene spielte sich fünf Minuten vor dem Ende ab. Marc Linneboden konnte den Ball im Mittelfeld nicht festmachen und Bad Berleburg fuhr gegen aufgerückte Rot-Weiße einen seiner wenigen Vorstöße Richtung RWL-Tor, das an diesem Tag von Jan Reischel gehütet wurde, da Jonas Brackmann kurzfristig krank ausfiel. VfL-Stürmer Yannik Lückel stürmte auf Reischel zu, der den Berleburger nur mit einem Foul stoppen konnte. Den fälligen Elfmeter verwandelte Lückel selbst sicher zum siegbringenden 1:0 für den Gastgeber.

Von den Gastgebern war es der einzige direkte Torschuss in den gesamten 90 Minuten. Bis dahin hatte RWL ein optisches Übergewicht und zeigte in Ansätzen seine spielerische Überlegenheit. Vor dem Seitenwechsel hatte RWL-Stürmer Lukas Finke zwei hochkarätige Chancen auf dem Fuß, als er jeweils allein auf das gegnerische Tor zulief. Beide Male verfehlte er jedoch das Ziel.

Auch nach dem Wechsel war die Celik-Elf das aktivere Team, allerdings fehlten im Spielaufbau weiterhin die zündenden Ideen. Julian Kroll (68.), dessen Schuss vom eigenen Mitspieler geblockt wurde, Lukas Finke mit dem Hinterkopf in Uwe-Seeler-Manier (76., Torhüter pariert im Nachfassen), Gürkan Besirlioglu (81.) aus der Distanz und nochmals Julian Kroll (90.+3) verpassten jeweils einen durchaus möglichen Treffer. So jubelten nach dem Schlusspfiff nur die Gastgeber, deren Defensivtaktik aufgegangen war, während die Rot-Weißen mit hängenden Köpfen Richtung Bus schlichen.