Zweimal König – einmal Brackmann

Als der gute Schiedsrichter Araghi Shahin die ersten 90 Meisterschaftsminuten der neuen Landesliga-Saison inklusive Nachspielzeit beendete, ballte Trainer Bayram Celik beide Fäuste und ließ einen erleichterten Jubelschrei raus. Mit einem verdienten 2:0 (0:0)-Erfolg gegen den VSV Wenden feierte die RWL-Erste einen Auftakt nach Maß.

Trainer Bayram Celik bei der coronakonformen Taktikbesprechung während der Halbzeitpause. (Foto: Thomas Dietrich)

„Das war ein hartes Stück Arbeit“, fasste Celik den Auftakt bei Nieselregen auf dem Nattenberg-Rasen kurz und knapp zusammen. „In der ersten Halbzeit haben wir keinen Zugriff auf das Spiel bekommen. Entscheidend war, dass uns Jonas kurz vor der Pause mit seinem gehaltenen Elfmeter das 0:0 in die Pause gerettet hat. Nach dem Wechsel lief es besser bei uns, weil wir die Räume besser genutzt haben. Am Ende hätten wir das eine oder andere Tor mehr machen müssen. Das ist aber eher zweitrangig. Ich bin auch mit dem 2:0 zufrieden, und vor allem damit, dass wir zu Null gespielt haben.“

Die erste Halbzeit war arm an Höhepunkten, weil beide Mannschaften überhaupt nicht in ihren Rhythmus fanden. Der einzige Aufreger ereignete sich kurz vor der Pause. Bei einem der wenigen Wendener Vorstöße in den RWL-Strafraum hielt Kerim Yilmaz seinen Gegenspieler Maximilian Kramer fest. Zum fälligen Elfmeter trat Triantafilos Vlachos gegen RWL-Keeper Jonas Brackmann an, zielte aber zu zentral, so dass Brackmann parierte.

Nach dem Wechsel musste Brackmann noch einmal gegen Vlachos retten (48.), ehe RWL immer besser ins Spiel kam und mit einem Doppelschlag durch Elia König in Führung ging. Beim 1:0 verwerte König eine Yilmaz-Flanke (51.), beim 2:0 leistete Philip Fischer mit einem energischen Einsatz die Vorarbeit.

Rot-weißer Jubel nach dem zweiten Streich von Elia König (Nr. 18). (Foto: Thomas Dietrich)

In der Folge verpassten es die Rot-Weißen, den Sack endgültig zu zumachen. Erneut König (62.), Jannik Benger, Leo Viggiani (66.) und der eingewechselte Marvin Bonevski (87.) vergaben beste Möglichkeiten. Eng hätte es für die Celik-Elf noch einmal durch die (unnötige) Gelb-Rote Karte für Leeroy Boatey (68., Trikot zupfen, Unsportlichkeit) werden können. Doch der Gast wusste mit der Überzahl wenig anzufangen, weil RWL hinten weiterhin sehr stabil stand. Einzig Julian Kroll musste für seinen geschlagenen Torhüter kurz vor der Linie eingreifen und hinten die Null retten (85.).

Weiter geht es für die RWL-Erste mit dem Auswärtsspiel beim SC Obersprockhövel, einem der Aufstiegsfavoriten, der mit einem 4:1-Sieg beim SV Hüsten ebenfalls erfolgreich gestartet ist.