Selbstvertrauen geholt für die Meisterschaft

Die rot-weße Landesliga-Mannschaft ist gut in die neue Fußball-Saison 2021/2022 gestartet. Zwar stand am Ende der ersten 90 Pflichtspielminuten nach fast zehnmonatiger Corona-Zwangspause das Aus in der ersten Runde des Westfalenpokals gegen den Oberligisten TuS Ennepetal. Doch mit einer guten Leistung vor allem in der zweiten Halbzeit holte sich die Mannschaft von Trainer Bayram Celik Selbstvertrauen für den Meisterschaftsstart gegen den VSV Wenden.

Bestes Fußballwetter zur Bundesliga-Anstoßzeit am Samstagnachmittag, Bratwurst-Geruch, Rasenplatz, ein attraktiver Gegner, angeführt von dem Ex-Rot-Weißen Abdulah El Youbari, und rund 200 überwiegend RWL-Fans, die auf der Tribüne des altehrwürdigen Nattenberg-Stadions für viel Stimmung sorgten – es war ein rundum gelunger Schritt zurück in Richtung Normalität für Aktive und Fans. Daran änderte auch die 1:3 (0:2)-Niederlage der Rot-Weißen gegen den Favoriten aus Ennepetal nichts.

RWL-Abwehrchef Mark Sattler mit einem gewonnen Kopfballduell. (Foto: Thomas Dietrich)

„Ich bin zufrieden“, freute sich Bayram Celik vor allem über eine starke zweite Halbzeit seiner Mannschaft. „Da haben wir dem Gegner einen echten Pokalkampf geliefert. Wir haben uns ein gutes Gefühl für die Meisterschaft geholt. Und die Unterstützung unserer Fans war klasse. Die haben Stimmung gemacht wie 500.“ Der Oberligist hatte spielerisch die besseren Ansätze und in der Summe auch die klareren Chancen. Doch die Rot-Weißen hielten mit Herz, Leidenschaft und Kampf dagegen – vor allem in den Phasen, in denen der Favorit nicht mehr tat als nötig.

Im ersten Durchgang merkte man den Rot-Weißen die lange Pause mehr an als dem Gast, der nach fünf Minuten durch Robin Gallus die große Chance zur Führung hatte, das Ziel aber knapp verpasste. Beim 0:1 durch Nils Nettersheim hatte sich Ennepetals Cedrick Hupka über links schön durchgesetzt (24.). Sechs Minuten vor der Pause erhöhte der Favorit auf 0:2, als RWL einen weiten Einwurf nicht verteidigt bekam und Nettersheim erneut traf (39.). Bei RWL lief nach vorne wenig zusammen, sodass die Partie nach 45 Minuten den erwarteten Verlauf nahm.

Mit einer Mega-Chance eröffneten die Rot-Weißen die zweite Halbzeit. Nur wenige Sekunden nach Wiederanpfiff fehlte Leeroy Boatey das nötige Quäntchen Glück im Abschluss. Nun entwickelte sich ein Pokalkampf, weil die Rot-Weißen nun mutiger nach vorne spielten. Als Leo Viggiani nach knapp einer Stunde zum 1:2-Anschluss traf (59.), keimte Hoffnung auf beim Außenseiter auf die Überraschung. Ennepetal verpasste die frühzeitige Entscheidung durch Florian Gerding (52.), Cedrick Hupka (65., Außenpfosten) und Stefan Siepmann (67.), die Rot-Weßen den möglichen Ausgleich durch Philip Fischer (82., 84.). Das 1:3 in der Nachspielzeit durch Nicolas Külpmann hatte nur noch statistischen Wert.