Wenige Höhepunkte auf Kunstrasen

Am Ende war Bayram Celik mit dem 1:1 (1:1)-Remis gegen einen sehr gut organisierten BSV Menden „eigentlich nicht unzufrieden“ – wenn da nicht die letzte Aktion des Spiels gewesen wäre. In der fuhr die RWL-Erste gegen aufgerückte Gäste einen vielversprechenden Konter über Ömer Yilmaz, der den Ball allerdings nicht an Torhüter Felix Hacker vorbei ins Netz brachte. „Da war mehr drin“, haderte der RWL-Coach mit dem Abschlusspech.

Kampf war Trumpf auf dem Nattenberg Kunstrasen: In dieser Szene setzte sich Julian Kroll durch. (Foto: Thomas Dietrich)

Letztendlich war es für die Rot-Weißen ein Punktgewinn, denn die Gastgeber spielten ab der 72. Minute in Unterzahl nach einer äußerst umstrittenen Roten Karte gegen den Torschützen Jannik Benger. Der wurde an der Mittellinie von seinem Gegenspieler David Krowczynski zu Fall gebracht. Im Fallen traf Benger den Mendener unglücklich im Gesicht. Das bewertete der Unparteiische Khamo nach Rücksprache mit seinem Linienrichter als Tätlichkeit und zückte den roten Karton.

„Sieben Punkte aus den letzten drei Spielen sind eine sehr gute Ausbeute, das hätte ich vorher sofort unterschrieben“, bilanzierte Celik. „Heute hat meine Mannschaft sehr gut gekämpft und sich den Punkt verdient. Die Rote Karte war aus meiner Sicht eine Fehlentscheidung, bringt uns personell jetzt aber weiter in Bedrängnis. Ich hoffe nur, dass sich die Verletzung von Maxi Gutberlet als nicht so schlimm herausstellt. Sonst sieht es für die weite Fahrt nach Bad Berleburg nächsten Sonntag ganz schön dünn aus.“

Beide Mannschaften zeigten den rund 150 Zuschauern auf dem Nattenberger Kunstrasenplatz ein ausgeglichenes Spiel, in dem sich beide Seiten weitgehend neutralisierten. So blieben Strafraumszenen Mangelware. Dem 0:1 durch Krowczynski ging ein Fehler von RWL-Kapitän Gürkan Besirlioglu voraus, der bei einem schnellen Einwurf der Gäste Rejhan Zekovic aus den Augen verlor. Dessen Flanke verwertete Krowczynski im zweiten Anlauf zur Mendener Führung (18.).

Ebenso überraschend fiel der Ausgleich mit dem ersten Torschuss der Rot-Weißen. Jannik Benger hatte sich über Rechtsaußen sehr schön freigespielt und auf das kurze Eck gezielt. Der Ball flog an Hacker vorbei ins Netz (38.).