Trainer Bayram Celik sieht bestes Saisonspiel

„Ich bin fix und alle“, hatte auch Trainer Bayram Celik über 90 Minuten plus Nachspielzeit an der Seitenlinie alles gegeben – mit Erfolg. Bei stürmischen und nasskalten Witterungsbedingungen fegte die RWL-Erste über den souveränen Landesliga-Spitzenreiter SC Obersprockhövel hinweg und feierte einen am Ende verdienten 2:1 (0:0)-Erfolg mit den wenigen, aber restlos begeisterten RWL-Fans.

„Das war vielleicht unser bestes Spiel der Saison“, pustete Bayram Celik durch und nahm die zahlreichen Glückwünsche der RWL-Fans dankend entgegen. „Ich bin megastolz auf meine Jungs. Wir haben alles gegeben. Kämpferisch, läuferisch und auch spielerisch waren wir dem Tabellenführer, der eine geile Truppe hat, das darf man nicht vergessen, ebenbürtig. Das war ein hochverdienter Sieg für uns, der am Ende sogar noch etwas höher hätte ausfallen können. Wir haben uns tolle Chancen herausgespielt“, wobei Celiks Betonung auf „herausgespielt“ lag.

Überragende Abwehrarbeit: RWL-Kapitän Gürkan Besirlioglu und Marc Linneboden stoppen gemeinsam SCO-Stürmer Dawid Ginczek. (Foto: Thomas Dietrich)

An dem überragenden Marc Linneboden und Kapitän Gürkan Besirlioglu prallten viele Gäste-Angriffe ab. Im Mittelfeld rannten unter anderem Julian Kroll und Niko Temelkov ihren Gegenspielern den Rang ab und nach vorne setzte vor allem Jannik Benger mit seiner Schnelligkeit immer wieder Nadelstiche. So auch in der 34. Minute, als er nach einem Solo über den halben Platz an SCO-Schlussmann Kuhlmann scheiterte. Kurz zuvor hatte auf der anderen Seite Dawid Ginczek den Außenpfosten getroffen (29.).

Mit schnellem Umschaltspiel und Eins-gegen-eins-Situationen brachten die Rot-Weißen die Gäste-Abwehr immer wieder in Bewegung und Bedrängnis. So auch der flinke Temelkov, der in der 53. Minute seine gute Leistung mit dem Führungstreffer krönte. Mit dem Rücken zur Wand schaltete der Spitzenreiter einen Gang hoch in der Offensive und drängte auf dem Ausgleich – mit Erfolg. Einen von Leo Viggiani verursachten Freistoß versenkte Jan-Niklas Budde aus rund 18 Metern flach in der Torwartecke.

Aber auch von diesem Rückschlag ließen sich die Rot-Weißen nicht aus der Bahn werfen. Im Gegenteil: Langer Abschlag Jonas Brackmann, Kopfballverlängerung Julia Kroll an der Mittellinie, Tor Jannik Benger, der seinen Gegenspielern enteilt war und den Ball trocken aus rund 16 Metern zum vielumjubelten 2:1 (68.) versenkte.

Weitere Chancen von Marvin Bonevski (48., 51.), Ömer Yilmaz (51.), Philip Fischer (72.) und Niko Temelkov (75., Außennetz) fanden nicht den Weg ins gegnerische Tor. Auf der anderen Seite ließ die RWL-Defensive keinen Hochkaräter mehr zu, so dass es bei der rot-weißen Führung blieb bis zum Schlusspfiff, der eine kurze, aber heftige Jubelorgie auslöste im Lager der Gastgeber. Einziger Wermutstropfen aus RWL-Sicht: In der Nachspielzeit sah Julian Kroll eine umstrittene Ampelkarte vom nicht immer sicheren Schiedsrichter.