Spielerisch erneut eine überzeugende Leistung

Mit einer der jüngsten Startelf der letzten Jahre, das Durchschnittsalter beim Anpfiff lag knapp über 20 Jahre, holte die RWL-Erste beim Tabellendritten SC Drolshagen hochverdient einen Punkt beim 2:2 (0:0)-Remis. „Das war ein begeisterndes Spiel von uns, grandios. Wir haben uns spielerisch so viele Chancen herausgespielt. Einfach nur klasse“, war Trainer Bayram Celik nach dem Schlusspfiff voll des Lobes.

Inan Yetkiner zeigte auch in Drolshagen eine starke Leistung und verpasste einen Treffer nur knapp. (Foto: Thomas Dietrich)

Mit Inan Yetkiner und Umut Lermi standen zwei A-Jugendliche in der Startelf, später kam auch noch Marc Stazura zum Einsatz – und nicht nur dieses hoffnungsvolle Nachwuchstrio zeigte auf dem Drolshagener Kunstrasen spielerisch, kämpferisch und läuferisch eine hochklassige Partie auf sehr gutem Landesliga-Niveau. Mit einem dramatischen Ende: Erst gut 60 Sekunden vor dem Ende rettete Maxi Gutberlet mit seinem Kopfballtor das verdiente 2:2-Remis. Unmittelbar davor war Semir Tuz mit seinem Kopfball nach einer Benger-Ecke an der Latte gescheitert.

Drolshagen war kurz nach der Pause mit einem Foulelfmeter (Fynn Hampel an Mike Schrage) in Führung gegangen durch Oliver Weuste (48.). Allerdings hätte es den Elfmeter nicht geben dürfen, doch der schwache Unparteiische ahndete ein vorangegangenes Foul an Melos Sadiku nicht. Nur sieben Minuten später glich Umut Lermi mit einem schönen 16-Meter-Flachschuss ins rechte Eck zum 1:1 aus (55.).  Wiederum nur drei Minuten später nutzte SC-Kapitän Philipp van Gerwen einen Abwehrfehler der Rot-Weißen zur erneuten Führung.

Semir Tuz (61.), Inan Yetkiner (67., Reiss rettete auf der Linie), Maxi Gutberlet (71.) und Milos Sadiku (75.) verpassten in der Folge den inzwischen mehr als verdienten Ausgleich, ehe Gutberlet in der Schlussminute die Rot-Weißen doch noch jubeln ließ. Schon im ersten Durchgang hatte die Celik-Elf einige gute Chancen, alleine Leo Viggiani (8., 36., 43., 44.) verpasste viermal vor dem gegnerischen Tor, und wurde Inan Yetkiner nach tollem Solo doch noch gestoppt (27.). Auf der anderen Seite bewahrte Konstantinos Paraskevopoulos, der für Jonas Brackmann im RWL-Tor stand, seine Farben zweimal glänzend vor einem Rückstand (17.).

Mit einem Heimsieg am Pfingstmontag gegen den SV Brilon wollen sich die Rot-Weißen von ihren Fans in die wohlverdiente Sommerpause verabschieden (15 Uhr, Nattenberg).